
| Termine für das Jahr 2012 | ||
| 27.02. - 29.02.12 | in Berlin | |
| 02.05. - 04.05.12 | in Bonn | |
| 26.09. - 28.09.12 | in Bonn | |
| 26.11. - 28.11.12 | in Bonn | |
Preis
€ 1.890,-- netto
Referent
Dipl.-Inform. Matthias Egerland
Zum Inhalt
Virtualisierung ist die derzeit wichtigste IT-Technologie. Sie beinhaltet das Potenzial, in allen Kostenbereichen des Rechenzentrums, aber auch auf der Client-Seite zu erheblichen Einsparungen zu kommen. Am Anfang eines jeden Virtualisierungsprojekts stehen die Bestandsaufnahme und die Anforderungsanalyse. Hier entscheidet sich bereits, welche Systeme zur Virtualisierung geeignet sind und welche Virtualisierungsarchitektur sich dabei am ehesten anbietet. Hier stehen der baremetal Hypervisor, die „Typ-2“- und die Container-basierte Virtualisierung in direkter Konkurrenz.
Nach der Entscheidung für eine Architektur hängt die Wahl des geeigneten Hypervisors nicht allein von seinen Leistungsmerkmalen und den daraus resultierenden Lizenzkosten ab. Vor allem die Administrierbarkeit der Gesamtlösung ist ein wichtiger Faktor für den Erfolg des Vorhabens. Um die Komplexität und die Hardware-Aufwände nicht unnötig zu erhöhen, sollte mit Leistungsmerkmalen effizient umgegangen und ihre Notwendigkeit kritisch hinterfragt werden. In vielen Fällen können einfachere und genauso zielführende Alternativen aufgezeigt werden.
Für die Auswahl einer geeignet Hardware-Plattform zur Virtualisierung stehen sowohl Rack- als auch Blade-Server zur Verfügung. Blade-Server bieten viel Leistung auf wenig Raum, doch stellt sich hier die Herausforderung, die zahlreichen Schnittstellen, die die Virtualisierung erfordert, auf diesem engen Raum zur Verfügung zu stellen. Durch Virtualisierungstechniken auf Ebene der physischen Netzwerk-Schnittstellen des Blade-Servers sowie der I/O-Module innerhalb des Blade-Chassis können diese Anforderungen trotzdem bedient werden.
Mit der Konsolidierung zahlreicher virtueller Maschinen auf einem Server muss deren Netzwerkkonnektivität mit besonderer Sorgfalt geplant werden. Bandbreite, Lastverteilung, aber auch logische oder physikalische Trennung von virtuellen Servernetzen stellen den Administrator der virtuellen Switches vor neue Herausforderungen. Hier müssen ggf. Switch-Lösungen von Drittherstellern berücksichtigt werden, die die Funktionalität der virtuellen Netzanbindung derjenigen des physischen Switches näher bringen.
Die Techniken zur Virtualisierung setzen sich fort in das Netzwerk, um hier durch eine logische Trennung der Verkehrsflüsse auf den Ebenen 2 und 3 der OSI-Hierarchie unterschiedliche Sicherheitszonen oder Mandanten auf einer gemeinsamen Infrastruktur bedienen zu können.
Die Virtualisierung von Servern hat die Bedeutung der zentralen Speicherinfrastruktur massiv erhöht. Ohne ein Speichernetz und ein leistungsfähiges Speichersystem sind die Kernleistungsmerkmale Live-Migration und Hochverfügbarkeit virtueller Maschinen gar nicht realisierbar. Neben der Geschwindigkeit wachsen aber auch die Verfügbarkeits-anforderungen an die Speicherumgebung. Hier gilt es, das richtige Speicherprotokoll und für Disaster-Recovery-Zwecke eine geeignet Replikationsstrategie zu planen und umzusetzen. Um nicht nur vor Hardware-Ausfällen, sondern auch vor logischen Fehlern zu schützen, muss nicht zuletzt ein Backup-Konzept realisiert werden, das den besonderen Rahmenbedingungen einer virtualisierten Umgebung Rechnung trägt.
Durch die hohe Bedeutung einer virtualisierten Server-Infrastruktur, bekommt der Aspekt „Sicherheit“ einen sehr hohen Stellenwert. Hier gilt es, die potentiellen Gefährdungen genau zu analysieren, sie zu bewerten und mit geeigneten Maßnahmen zu kompensieren. Dabei spielen technische Aspekte eine ebenso wichtige Rolle wie organisatorische. Auch Sicherheitskomponenten wie Firewalls sind längst virtualisierbar oder gar als virtuelle Maschine zu implementieren. Doch müssen dem Planer die Auswirkungen einer solchen Infrastruktur bewusst sein, die neben den Servern und Teilen des Netzwerks nun auch die Sicherheitskomponenten auf einem gemeinsamen Hypervisor vereint.
Nachdem die genannten Virtualisierungstechniken auf der Server-, Speicher- und Netzwerkebene seit vielen Jahren stabil laufen und einen hohen Effizienz- und Flexibilitätsgewinn im Unternehmen bedeuten, wurde in den letzten Jahren die Client-Seite in Angriff genommen. Hier gilt es die Technologien Terminal Services und Application Streaming von den Virtual Desktop Infrastructures zu differenzieren. Um auch im Client-Bereich von den Vorzügen der Virtualisierung zu profitieren, ist es jedoch wichtig, die richtige Technologie an der richtigen Stelle und ggf. in einer geeigneten Kombination einzusetzen. Hier ist oft weniger mehr, da sonst die Komplexität der Gesamtlösung so hoch ist, dass jegliche Effizienzgewinne davon kompensiert werden.
Detailaspekte der Veranstaltung sind:
Tag 1
Servervirtualisierung
Wann spricht man von „Virtualisierung“ und wann nicht?
Wie unterscheiden sich sog. „Typ-1“- und „Typ-2“-Lösungen
zur Virtualisierung? Welche Rolle spielen Container-basierte
Architekturen und logische Partitionen (LPAR)?
Wie sieht die grundsätzliche Architektur einer „Typ-1“- oder
auch „Baremetal“-Virtualisierungslösung aus (Hypervisor,
virtueller Switch, HBA, Speicher, Treiber)?
Wie unterscheiden sich die 3 marktgrößten Virtualisierungslösungen
VMware ESX, Citrix XenServer und Microsoft Hyper-V?
Architekturunterschiede
Lizenzmodelle
Management-Applikationen
Bewertung der verfügbaren Produkte
Welche Konzepte zur Lastverteilung existieren in virtualisierten Umgebungen?
CPU, Hauptspeicher, I/O
Wie funktioniert das Verschieben von virtuellen Maschinen und Speicher zwischen
physikalischen Hosts (sowohl manuell als auch dynamisch)?
Welche Möglichkeiten folgen aus diesen Mechanismen zur Flexibilisierung
des Aufenthaltsorts einer virtuellen Maschine?
Was bedeuten Hochverfügbarkeit, Cluster-Mechanismen und Fehlertoleranz
in der virtuellen Umgebung?
Welche technischen Anforderungen resultieren aus diesen Verfügbarkeits-
mechanismen?
Für welche Systeme macht welcher Verfügbarkeitsmechanismus Sinn?
Netzanbindung
Wie erfolgt die Verbindung von virtuellen Maschinen mit dem Datennetz?
Wie viele Netzwerk-Schnittstellen werden für welche Aufgaben gebraucht?
Welche Varianten gibt es, virtuelle Servernetze (VLANs) in die Virtualisierungslösung
auszudehnen?
Wie kann die Netzwerklast auf mehrere Schnittstellen verteilt werden?
Was leisten virtuelle Switches von Drittherstellern als Teil der Virtualisierungslösung
(z.B. Nexus 1000v)?
Netzvirtualisierung
Wie funktionieren Ansätze zur Virtualisierung von Netzkomponenten
(Virtual Chassis, Virtual Switch System, Virtual Device Context etc.)?
Welche Gründe führen zur Virtualisierung des Datennetzes?
Warum reichen Layer-2-Techniken zur Bildung von virtuellen LANs (VLAN)
nicht aus?
Welche Ansätze gibt es zur Virtualisierung der Layer-3-Routing-Ebene
(z.B. VRF, MPLS)?
Wie sieht ein Projektbeispiel zur Virtualisierung eines Campusnetzes aus?
Wie kann der Zonen-übergreifende Netzwerkverkehr gefiltert werden
(z.B. Firewalls, IPS)?
Tag 2
Server-Hardware
Welche Hardware-Plattformen sind am Markt verfügbar
(klassische Server vs. Blades)?
Wie kann der hohe Bedarf an Netzwerk-Schnittstellen für eine virtualisierte
Umgebung durch Hardware-Virtualisierung in Blade-Architekturen
befriedigt werden?
Wie trägt „Fabric I/O Virtualization“ zur Flexibilität bei der Netzanbindung
von Blade-Architekturen bei?
Wie sind moderne Virtualisierungs-Cluster zu dimensionieren?
Viele kleine oder wenige große Server?
Speicher
Wo kommen die Leistungsanforderungen an Speichersysteme her
(Servervirtualisierung, Desktopvirtualisierung, etc.)?
Wie können diese Leistungsanforderungen durch moderne Speichersysteme
bedient werden?
Festplattentypen
RAID-Verfahren
Welche Möglichkeiten gibt es zur SAN-Anbindung
(Fibre Channel vs. iSCSI vs. FCoE vs. NFS)?
Technische Konzepte
Leistungsgrenzen im virtuellen Umfeld
Bewertung
Wann kann es hilfreich sein, den Speicher selbst zu virtualisieren?
Homogenisierung von Speicherumgebungen
Spiegelverfahren
Thin Provisioning
Lösungsansätze zur Speichervirtualisierung
Virtuelle Tape Libraries
Wie werden Disaster Recovery Szenarien in virtualisierten Umgebungen gelöst?
Synchrone Datenspiegelung
Aktiv-/Aktiv- vs. Aktiv-/Passiv-Betrieb auf Ebene der Virtualisierungs-Hosts
und des Speichers
RZ-übergreifende Layer-2 Domänen
Bewegen virtueller Maschinen über lange Distanzen
Wie sehen Backup- & Restore-Konzepte in virtualisierten Umgebungen aus?
Konventionelle Datensicherung vs. LAN-free Backups durch Zugriff auf
virtuelle Festplatten-Images über das SAN
Snapshot-Technologien zur Konsistenzwahrung
Programmierschnittstellen an den Hypervisor, um die Kommunikation mit
Backup-Produkten von Drittherstellern zu ermöglichen (z.B. vStorage API)
Sicherheit
Welchen Gefahren ist der Hypervisor ausgesetzt?
Welche organisatorischen und technischen Maßnahmen sind zur Absicherung
virtualisierter Umgebungen zu ergreifen?
Welche unterschiedlichen Sicherheitsstufen gibt es für virtuelle Umgebungen und
wann ist die Implementierung welcher Stufe ratsam?
Welche unterschiedlichen Virtualisierungsgrade gibt es und wie sind sie aus
einer Sicherheitsperspektive zu bewerten?
Welche Unterschiede gibt es bei der Virtualisierung von Sicherheitskomponenten,
wie z.B. Firewalls?
Worin bestehen Vorteile und Gefahren von Sicherheitskomponenten,
die als virtuelle Maschine auf den Server Host Systemen implementiert sind?
Tag 3
Client-Virtualisierung
Was unterscheidet die Anwendungsvirtualisierung von der Desktopvirtualisierung?
Wie sind die Terminal Services in diesem Zusammenhang einzuordnen?
Wie können verschiedene Architekturmodelle der Desktopvirtualisierung
(Virtual Desktop Infrastructure) differenziert werden?
Welche Aufgaben haben die einzelnen Komponenten der Virtual Desktop
Infrastructure (VDI)?
Wie integriert sich eine VDI in die Technologien zur Servervirtualisierung?
Welche Herausforderungen resultieren aus zentralisierten Master-Images,
von denen sich die individuellen Desktops der Anwender dynamisch ableiten?
Welche Umsetzungsszenarien gibt es für Sachbearbeiter, Grafikarbeitsplätze
bis hin zu mobilen Mitarbeitern? Wie werden die einzelnen Technologien zur
Client-Virtualisierung hierbei kombiniert?
Welche Anforderungen resultieren aus VDI hinsichtlich Serverhardware, Netzwerk,
Speicheranbindung?
Wie sehen die Lizenzmodelle der führenden Anbieter aus?
Welche Herausforderungen entstehen beim Durchreichen von USB-Schnittstellen
an den virtualisierten Desktop (USB-Redirection)?
Welchen besonderen Gefährdungen sieht sich eine Virtual Desktop Infrastructure
ausgesetzt?
Mit welchen Maßnahmen kann diesen begegnet werden?
Diskussion: Ist Ihr Unternehmen bereit für (Desktop-)Virtualisierung?
Zusatzinformationen
Zeiten: Die Veranstaltung beginnt um 10:00 und endet am letzten Tag um 15:00 Uhr.
Report: Wir bieten Ihnen bei der Buchung dieses Seminars den Report RZ Netzwerk-Infrastruktur Redesign zu einem Sonderpreis an.
Clubpunkte: Mitglieder im ComConsult Network Professional Club erhalten für diese Veranstaltung 30 Punkte.
Klar strukturiert, allgemein verständlich, praxisnah, größtenteils herstellerunabhängig
Umfassende Betrachtung aller Themen der Virtualisierung. Sehr gute Diskussionsrunde
Das Thema noch besser darstellen und übermitteln zu wollen dürfte nur schwer
Das Seminar empfehle ich ohne Einschränkungen weiter
Aktuelle und praxisnahe Unterlagen
Sehr guter und umfangreicher Überblick
Alles in allem eine sehr wertvolle Veranstaltung
Der Kurs hat mir gut gefallen
Sehr guter Überblick und sehr gute Darstellung der Zusammenhänge sowie
Angenehme Teilnehmerzahl, gut gewähltes Hotel
Sehr gut, da Grundlagen aufbauend gegliedert sind
Unterlagen gut strukturiert, übersichtlich, mit wenig Redundanzen
Sehr gut strukturiert! Alle Aspekte werden beleuchtet und angesprochen.
Die Themen wurden sehr umfangreich und ausführlich behandelt: Sehr gut!
Sehr gut in Breite und Tiefe
Sehr geübt
Insgesamt sehr schlüssige Veanstaltung, gutes Zeitmanagement
Hat mir sehr gut gefallen, sehr relevant
Realistische Bewertung der Einsatzszenarien, toll!
Insbesondere die grafischen Darstellungen der Zusammenhänge gefallen mir sehr gut
Die Unterlagen sind sehr gut gemacht und sehr hilfreich
Umfangreiche Inhalte, meine Erwartungen wurden erfüllt
Astreine Vorstellung/Präsentation
Die Inhalte entsprachen meinen Vorstellungen mehr als erwartet
Gut: alle Aussagen wurden mit Praxisbeispielen hinterlegt
Seminar ist sehr gut für den Einstieg geeignet
Gut, das Thema Sicherheit aufzunehmen
Weiter so!
Um als Netzwerker einen groben Überblick über Virtualisierungstechniken auf
Als Systemtechniker konnte ich mir einen Überblick über
Komplizierter Sachverhalt anschaulich dargestellt, u.a. durch
Guter allgemeiner Überblick
Sehr ansprechende und übersichtliche Präsentation und Dokumentation
Guter Überblick über viele Teilaspekte des Themas Virtualisierung-
Sehr empfehlenswerte Veranstaltung
Positiv war die Produktneuträlität, die Beleuchtung der unterschiedlichen Produkte
Gutes Zeitmanagement
Guter Überblick über gesamtes Thema
Meine Erwartungen wurden übertroffen u.a. im Bezug auf den Umfang
In allen Belangen eine hervorragende Veranstaltung; der Mittbewerb Teilnehmer an dieser Veranstaltung haben auch Interesse an:
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