
| Termine für das Jahr 2010 | |||
| Termin | Hotel | Veranstaltungsort | Veranstaltungskürzel |
|---|---|---|---|
| 23.03. - 25.03.10 | InterCityHotel Nürnberg | in Nürnberg | 100323SICHBSI |
| 31.05. - 02.06.10 | Hyatt Regency | in Köln | 100531SICHBSI |
| 08.11. - 10.11.10 | Maritim Hotel | in Königswinter | 101108SICHBSI |
Zielgruppe
Dieses Seminar bereitet angehende Sicherheitsbeauftragte auf ihre Aufgaben vor, zeigt IT-Leitern, IT-Administratoren oder internen Revisoren einen Weg zur Prüfung oder Gestaltung von Konzepten, Implementierungen und Betrieb unter Sicherheitsgesichtspunkten auf und hilft allen angesprochenen Funktionsträgern, ihre Rolle im Rahmen eines Sicherheitsmanagement-Prozesses zukünftig konform zu IT-Grundschutz und ISO 27001 wahrzunehmen.
Kurzbeschreibung
Informationssicherheit ist heutzutage ein Muss, sei es aus rechtlichen oder wettbewerbstechnischen Gründen. Den vielfältigen „Compliance“-Ansprüchen gesellt sich der Aspekt einer Konformität zu BSI-Methodik bzw. ISO 27001 hinzu und die Anforderung, sich an den zugehörigen Kontrollfragen und Maßnahmenkatalogen erfolgreich messen zu können. Längst sind ISO 27001 und BSI-IT-Grundschutz nicht mehr nur eine Möglichkeit, sich „werbewirksam“ zertifizieren zu lassen. Vielfach liefert ihre Anwendung die erwartet plausible Antwort auf die Frage nach Erreichung eines „best-practice“-Mindest-Sicherheitsniveaus oder nach angemessenem (!) Sicherheitsaufwand bei erhöhtem Sicherheitsbedarf. So nützlich diese Hilfestellung bei Aufbau und Aufrechterhaltung der nötigen Sicherheit sind, so sehr kann bei mangels Erfahrung „ungeschickter“ Anwendung ein enormer, vermeidbarer Arbeitsaufwand entstehen. Erfahrungen aus ComConsult-Projekten zur Anwendung der Methoden und Werkzeuge, mit und ohne abschließender Zertifizierung, können und sollen hier helfen.
In diesem Seminar lernen Sie
die Methodik der BSI-Standards 100-1 - 100-3 anzuwenden
die Rolle eines Sicherheitsbeauftragten bzw. eines Sicherheitsmanagement-Teams mit Leben zu füllen
wie man auf dieser Basis ein Sicherheitsmanagement aufbaut
wie man mit Hilfe der BSI-Methodik und der Grundschutzkataloge das erreichte Sicherheitsniveau bewertet
und ggf. optimiert
wie die Methodik in Fällen funktioniert, in denen die Grundschutzkataloge nicht ausreichen
wie die IT-Grundschutzmethodik mit ITIL, internem Qualitätsmanagement u.Ä. harmonisch kombinierbar ist
wie Baustein "Datenschutz" und Standard 100-4 Notfallmanagement die Grundschutzkataloge abrunden
wie und wo Werkzeuge (GSTOOL, Verinice u.Ä.) unterstützen können
neue IT-Lösungen sicherheitstechnisch mittels Grundschutzmethodik konzipiert und
in den Betrieb eingeführt werden können.
Zum Inhalt
ISMS als Teil eines bewussten Risikomanagement
Beispiele für Risikomanagement-Systeme und –auflagen
Typische Elemente eines bewussten Risikomanagements
Bedienung dieser Elemente durch ISO 27001 bzw. BSI-Standards
Analysephasen nach BSI-IT-Grundschutzmethodik
Change Management und Sicherheitsmanagement
Sicherheitsmanagement benötigt einen „Prozess“: P-D-C-A-Modell nach ISO 27001 / BSI-Standard 100-2
Übergreifende Aspekte des Sicherheitsmanagements
Grundwerte der Sicherheit, Sicherheitsziele
Sicherheit durch Gesamtpakete aus technischen und organisatorischen Maßnahmen
ohne Rückendeckung „von oben“ funktioniert Sicherheit nicht
abgestimmte Gesamtpakete nur durch „Organisation“ des Sicherheitsmanagement
vom Management bis zum IT-Nutzer: jeder muss mitwirken - aber wie?
ISO-Standards und BSI-Methodik als Anleitung
Verhältnis von ISO 27001 und BSI-Standards zueinander
ITIL als Gestaltungshilfe einsetzen – ohne unnötige Blindleistung, weil abgestimmt
ISO 27001 und BSI-GS-Kataloge, Schicht 1 „übergreifende Aspekte“
Ausblick auf Themenschwerpunkt Notfallmanagement (BSI-Standard 100-4)
Übergreifendes: typische Referenzdokumente mit Sicherheitsrelevanz
Dokumentensystem zum ISMS - konform zu BSI-Bausteinen, praktikabler Aufwand
Explizite Forderungen gemäß Bausteinen „Sicherheitsmanagement“ und „Organisation“
Details zur Organisation des Sicherheitsmanagement gemäß BSI-Standards
Aufgaben von Sicherheitsbeauftragtem und ggf. eines Sicherheitsmanagement-Teams
Outsourcing im Sicherheitsmanagement?!
Inhalte einer Sicherheitsleitlinie
Umsetzung im Alltag: Gesamtheit sicherheitsrelevanter Dokumentation
BSI-Grundschutzmethodik in der Praxis - Teil 1
Systematische Darstellung der Methodik
Ablauf der Analyse im Gesamtüberblick
Anwendungsszenarien: ISMS für Gesamtumgebung vs. Sicherheitskonzept für bestimmten IT-Service
in grundschutzkonformer Umgebung
Strukturanalyse, insbesondere: Abgrenzung, Objekte, Abhängigkeiten, bereinigter Netzplan
Strukturanalyse: Hilfsmittel zur (Vor-)Erfassung, Tipps zur Objektbenennung
Netzplan: die Übersicht behalten, alltagstaugliche Gestaltung
Schutzbedarfsfeststellung: Vorgehensweise, Beteiligte und Hilfen zur Durchführung
Schutzbedarfsfeststellung: „Vererbung“ im Sinne festgestellter Abhängigkeiten, Regeln
Modellierung, systematische Lagebestimmung mittels Grundschutz-Basis-Check
Option Tooleinsatz zur Verringerung des Aufwands/ zur Erleichterung der Zielkontrolle und
Überwachung notwendiger Anpassungsarbeiten (mit erster Demo)
Ausblick auf ggf. notwendige Folgeschritte und deren Aufwand zur Bewältigung
Spezialthema: (Baustein) Datenschutz
Vorstellung des Bausteins
Hinweise zu im Umgang mit IT/ Informationssicherheit relevanten Aspekten in der Praxis
Berücksichtigung formaler Detailanforderungen („Grundwerte des Datenschutzes“)
z.B. gemäß Landesdatenschutz-Gesetzgebung bei Anwendung der Grundschutzmethodik
Spezialthema: Notfallmanagement/ Notfallvorsorge und Informationssicherheit
Motivation, Situation im IT-Umfeld
BSI-Standard 100-4: Einordnung, Abgrenzung, Begrifflichkeiten
Baustein Notfallvorsorgekonzept
(Anforderungen an) Dokumentation zum Notfallmanagement
Details zur Organisation des Notfallmanagement gem. BSI-Standard
Business Impact Analyse nach BSI-Standard 100-4 « ISMS
weitere Aspekte/ Anregungen aus BSI-Standard 100-4
Teilbeitrag zur Notfallvorsorge im IT-Bereich: Rollen(verteilung), Notfallprozess und deren Festschreibung
in einem Notfallhandbuch IT
Sicherheitsvorfälle mit (möglichem) Notfallcharakter: keine abweichende Organisation,
sondern Behandlung als mögliche/ reduzierte Ausprägung zum Notfallprozess
Notfallvorsorge: Notfallpläne, Ausweich- und Notbetriebsüberlegungen, Reserveteilhaltung, Supportverträge,
usw. mit Praxistipps
Notfallübungen „mit Plan“
Notfallvorsorge: fest im Change Management verankern
BSI-Grundschutzmethodik in der Praxis - Teil 2
Ergänzende Sicherheitsanalyse - wann, durch wen und wie?
Risikoanalyse nach BSI-Standard 100-3, Berücksichtigung von ISO 27005:2008 als Hinweisgeber
insbesondere: bewusste Risikoübernahme und Risikotransfer als Optionen
Hinweise/ Beispiele, insb.: Quellen für umgebungsspezifische Maßnahmenfindung für
besondere Risiken/ Gefährdungen und erhöhten Schutzbedarf
Dokumentation - für Entscheidungsfindung und Ergebnis
Option Dokumentation per Tool
Zertifizierung(sverfahren) - Kurzeinführung
Vorgesehener Ablauf gemäß BSI bzw. ISO
Erfahrungen bzgl. Aufwand und Zeitrahmen für die Vorbereitung
Praxiserfahrung: worauf Auditoren insbesondere achten
Alternative bzw. vorbereitender Selbsttest: „interne“ Audits zur Standortbestimmung im Rahmen
des eigenen Risiko- und Sicherheitsmanagement
(weitere) Praxisaspekte, Ausblick auf absehbare Ergänzungen der Grundschutzkataloge, u.Ä.