
| Termine für das Jahr 2012 | ||
| 03.09.12 | in Bonn | |
| 01.10.12 | in Düsseldorf | |
Preis
€ 990,-- netto
Referent
Dipl.-Inform. Matthias Egerland
Zielgruppe
Das Seminar wendet sich an Planer und Betreiber von Rechenzentren, die sich mit der Notwendigkeit konfrontiert sehen, ihre RZ-Infrastrukturen über mehrere Kilometer zu koppeln. Grundlegende Kenntnisse über LAN- und SAN-Infrastrukturen werden dabei vorausgesetzt. Darauf aufbauend werden aktuelle Anforderungen und Technologien erläutert und in den Gesamtkontext einer RZ-Kopplung eingebettet. Anhand von Praxis-Beispielen aus dem Planungsalltag werden die technischen Details zusammen mit den Erfahrungen der Teilnehmer diskutiert.
Zum Inhalt
Immer mehr Unternehmen sehen sich derzeit damit konfrontiert, ihre Rechenzentrumsdienstleistungen über entfernte Standorte redundant anzubieten. Neben den entsprechenden Vorgaben des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) für Desaster Recovery Konzepte fordert auch die Kundenseite entsprechende Service Level Agreements zur Hochverfügbarkeit ihrer Dienste und Daten ein.
Grundsätzlich ist die Kopplung zweier Rechenzentren über ein Weitverkehrsnetz zwar keine neue Idee. Doch führen aktuelle Technologien und Anforderungen zu neuen Herausforderungen. So bringt etwa die Virtualisierung von Servern eine hohe Dynamik in aktuelle Rechenzentren, die sich ggf. über weite Entfernungen fortsetzen soll. Layer-2-Netzwerk-Infrastrukturen verlieren ihre lokale Eingrenzung auf einen Standort, da sie an in einem Ausweichrechenzentrum ebenso vorliegen sollen und zwar hoch dynamisch.
Server-Cluster werden nicht mehr nur über verschiedene Brandabschnitte verteilt, sondern sollen in verschiedenen Städten beheimatet und nutzbar sein. Die Anforderungen der Server-Dienste an die Antwortzeiten wachsen zunehmend. Gleichzeitig soll die Lokalität der Server für den Benutzer so transparent wie möglich sein, d.h. er darf von den dazwischen liegenden Entfernungen nichts mitbekommen.
Das Speichervolumen moderner Rechenzentren wächst schon seit Jahren exponentiell. Jetzt kommen Anforderungen synchroner Spiegelung und paralleler Datensicherungen in zwei Lokationen hinzu. Die Verwaltung der verteilten Speichersysteme geschieht dabei im Idealfall weiterhin zentralisiert.
All diese genannten Aspekte werden auf den Ebenen physikalische Verbindung, Netzwerk, Server, Speicher, Applikation unterschiedlich von den Herstellern adressiert. Dabei spielt die zur Verfügung stehende Bandbreite zwar auf der Kostenseite eine entscheidende Rolle. Wesentlicher für die Applikationen sind jedoch in der Regel die Latenz und die Funktionalität, die über die RZ-RZ-Verbindungsstrecke abgebildete werden können.
In diesem Seminar werden die aktuellen Techniken in diesen einzelnen Bereichen vorgestellt, technisch erläutert und für die richtige strategische Entscheidung zu einem Gesamtkonzept zusammengeführt.
Das Seminar geht unter anderem auf folgende Fragen ein:
BSI / SLAs: wo kommen die Anforderungen zur RZ-RZ-Kopplung
her und wie sehen sie aus?
Dark Fiber, CWDM, DWDM: welche Kopplungsmöglichkeiten gibt
es auf der physikalischen Ebene? Wie funktionieren diese Technologien?
Welche Distanzen können hiermit überbrückt werden? Mit welchen
Komponenten kann dies heute realisiert werden?
Asynchrone / Synchrone Spiegelung: worin besteht der Unterschied?
Welche Rolle spielt die physikalische Begrenzung durch die Licht-
geschwindigkeit? Welchen Einfluss hat das eingesetzte Übertragungs-
protokoll? Wie sehen die in der Praxis ermittelten Datenübertragungsraten aus?
Wie geeignet sind die Speicherübertragungsprotokolle Fibre Channel (FC),
iSCSI, Fibre Channel over Ethernet (FCoE), Network File System (NFS)
für die Replikation von Speicherinhalten?
Was bedeuten „Hochverfügbarkeit“ und „Fehlertoleranz“ auf Ebene der
Server-Dienste? Welche technischen Anforderungen ergeben sich aus den
Verfügbarkeitsmechanismen? Welche Systeme sollten nicht zuletzt aus
Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkten welchen Verfügbarkeitsmechanismen
unterliegen?
Wie sind die aktuellen Netzwerk-Techniken Ethernet-over-MPLS (EoMPLS),
Virtual Private LAN Services (VPLS) sowie proprietäre Entwicklungen in
diesem Bereich der Layer-2-Kopplung einzuschätzen (z.B. Cisco Overlay
Transport Virtualization, OTV)?
Welche weiteren Herausforderungen ergeben sich aus der Präsenz gleicher
Subnetze an unterschiedlichen geografischen Standorten? Wie sind aktuelle
Entwicklungen zu beurteilen, die diese Schwierigkeiten adressieren
(z.B. Cisco Location ID Seperator Protocol, LISP)
Wie können diese technischen Maßnahmen geeignet in einer Leitlinie zum
Betrieb redundanter RZ-Standorte dargestellt werden? Für welche Systeme
sollte eine synchrone Spiegelung vorgesehen werden?
Wo reicht Asynchronität aus? Was muss überhaupt nicht gespiegelt werden?
Zusatzinformationen
Zeiten: Die Veranstaltung beginnt um 09:30 und endet am letzten Tag um 17:00 Uhr.
Report: Wir bieten Ihnen bei der Buchung dieses Seminars den Report Moderne WAN-Technologien zu einem Sonderpreis an.
Clubpunkte: Mitglieder im ComConsult Network Professional Club erhalten für diese Veranstaltung 10 Punkte.
Absolute Super-Schulung!
Gut strukturiert, lebendig vorgetragen, guter Praxisbezug
Sehr gute Aufbereitung und Präsentation
Gute thematische Aufbereitung
Sehr angenehme Präsentation. Da was das Folgen kein Problem!
Die Veranstaltung hat gehalten, was sie in der Ankündigung versprochen hab.
Großes Lob an den Referenten, der sowohl fachlich als auch menschlich
Seminar hat mir sehr gut gefallen
Passt!
Es war einen sehr interessante Veranstaltung
Interessant und kurzweilig
Gute Übersicht aktuell und absehbar verfügbarer Technologien,
Von Grundlagen bis zu komplexen Kopplungsmethoden: gut! Teilnehmer an dieser Veranstaltung haben auch Interesse an:
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