Referent
Markus Geller
Kosten:
€ 1.390,-- zzgl. MwSt.
Zeiten: Die Veranstaltung beginnt um 10:00 Uhr und endet am letzten Tag um 16:00 Uhr.
Kurzbeschreibung
Dieses Seminar vermittelt kompakt und effizient das IP-Wissen, das TK-Mitarbeiter ohne Vorkenntnisse zur Planung und zum Betrieb von IP-basierten Telefonie-Lösungen benötigen. Alle Seminarinhalte werden von einem Referenten mit hoher Praxiserfahrung betreut. Ziel ist dabei bewusst, statt einer umfassenden Theorieschulung gezielt die Aspekte vorzustellen und unter Praxis-relevanten Gesichtspunkten zu beleuchten, die erfahrungsgemäß aus Sicht einer IP-basierten Telefonielösung wichtig sind.
In diesem Seminar lernen Sie
was aus Sicht einer VoIP-Lösung zu einer IP-Infrastruktur gehört
welche besonderen Anforderungen eine Telefonie-Lösung an die IP-Infrastruktur stellt
wie in modernen LANs Layer 2- und IP-intelligente Netzkomponenten zusammenarbeiten
welche Strukturierung man in einem auch für Datenkommunikation geeigneten Netz vorfindet
wie ein einzelnes IP-Paket von einem Telefonie-Gerät zum anderen kommt
welche Protokolle dabei im Spiel sind und was man hierzu konfigurieren muss, inklusive notwendiger Grundlagen
für Fehlersuche in diesem Bereich
wie IP-Adressen und Konfigurationen in der Praxis verwaltet werden,
inklusive Verfügbarkeitssicherung für die entsprechenden Geräte
wie IP-intelligente Netzkomponenten die notwendige Netzverfügbarkeit sichern
wie typische Phasen in einer VoIP-„Sitzung“ und die zugehörigen Protokolle aussehen
welche besonderen Anforderungen an den IP-Pakettransport eine qualitativ gute IP-Telefonie erfüllen muss
welche IP-basierten Mechanismen hier helfen, was die Telefonie-Lösung selbst an Beiträgen leistet
inwieweit und wie IP-basiert sinnvoll Quality of Service-Beiträge geleistet bzw. gesteuert werden
inwieweit Angriffe auf IP-Lösungen auch ein Thema für VoIP darstellen
die derzeitige Problematik mobiler Telefonerweiterungen von VoIP-Lösungen.
Zum Inhalt
Wer moderne TK-Lösungen umsetzen will, muss sich mit IP-Technologie befassen und detaillierte Kenntnisse aufbauen.
Dies betrifft:
Komponenten-Wissen: welche Komponenten der Lösung nutzen wie IP
Die Zuweisung von IP-Adressen zu Telefonen, Faxgeräten und Gateways
Das Arbeiten mit systematisch aufgebauten Namen anstatt mit IP-Adressen, der Einsatz von DNS als Basis einer
einfachen Handhabung von IP
Die Einrichtung von DHCP zum Boot der Telefone und anderen IP-Komponenten, das Verstädnis, wie Komponenten
ihren DHCP-Server finden und wie beim Boot wichtige Parameter an die IP-Komponenten übermittelt werden
Aufbau und Pflege eines zentralen Konfigurationsservers durch Bereitstellung eines FTP oder TFTP-Servers
mit Boot-Konfigurationsdateien für alle Komponenten
Schnell wird man dabei auf mögliche Probleme oder Fragen stoßen:
Wie sieht der Aufbau einer VoIP Voll- oder Misch-Lösung in der Praxis aus?
Sollen feste oder variable IP-Adressen vergeben werden?
In welchem Zusammenhang stehen IP-Adressen und DNS-Namen mit Rufnummern und Rufnummer-Plänen?
Was passiert, wenn Rufnummern oder IP-Adressen oder Namen geändert werden sollen/müssen?
Wie passt das bisherige IP-Adressschema auf die Telefonie-Situation?
Was bedeutet die Vergabe von Namen, wie korrespondiert das mit DNS und was muss bei der evtl. gegebenen
Einbindung in übergeordnete Namensdienste beachtet werden?
Wie muss ggf der vorhandene DHCP-Server erweitert oder parametriert werden, um die notwendigen Parameter
zum Boot der Telefone zu übermitteln?
Wie kann ein sinnvolles Change-Management realisiert werden, wenn bei Umzügen, Deinstallationen,
Neuinstallationen von Telefonen IP-Adressen und DNS-Namen geändert werden?
Wie wird die DNS-Namensvergabe und die IP-Adresszuordnung bei einem Softclient realisiert
Reicht die bisherige Struktur von DNS- und DHCP-Servern aus, um die neue Welt der Telefonie einzubinden?
Wie kann eine Standort-übergreifende Verwaltung von IP-Adressen und Namen so realisiert werden,
dass keine Probleme entstehen?
Wie verfügbar muss die Lösung sein, besteht hier Bedarf, die bestehende Lösung zu überarbeiten?
Welche Bedeutung hat NAT und die gesamte Firewall-Situation für die Lösung?
Welcher Zusammenhang besteht zu Sicherheits-Lösungen allgemeiner Art, wie erfolgt die Zuweisung von
Telefonen und anderen Geräten zu Benutzergruppen im sicherheitstechnischen Sinne?
Diese nicht vollständige Liste zeigt, dass insbesondere auf den bisherigen TK-Planer und -Betreiber wichtige Fragen zukommen, die detailliertes IP-Wissen erfordern.
Themenschwerpunkte:
Einführung
Telefonat im IP-Netz: was läuft ab?
Instanzen: wo kommen Standards und Adressen her?
Protokollfamilie/ was wird in welchen gezeigten Schritten gebraucht
zu lösende Aufgabenstellung für „funktionierendes“ VoIP
Layer 2-Netze als Basis für IP-Kommunikation
Netzkomponenten: Abgrenzung nach Layer 2- bzw. IP-Intelligenz
Broadcast-Domänen: Notwendigkeit zur Strukturierung
Layer 2-VLANs – Trennung auf Layer 2, Kopplung über IP
IP-Adressierung
Adressierung im Überblick: Adressklassen, Schreibweisen
Subnetze und Subnetzmasken: Grundprinzip
Nutzungsbereiche von Adressen: registrierte, private, reservierte, „illegale“ Adressen
das Telefon zieht um - Konsequenzen für seine IP-Identität?!
benötigte Adressen für Telefonie: Menge, registrierte Adressen?!
Das IP-Protokoll und zugehörige Hilfsprotokolle
Paketaufbau, welche Felder sind wichtig, was sagen sie aus
Zerlegung von Paketen durch IP-Komponenten: Fragmentierung und ihre Nachteile
Routing: wie werden Wege in IP-Netzen „gefunden“? Wer macht was: der Sender/ die Netzkomponenten?
Notwendige Zusatzdienste
IP-Management mittels DNS und DHCP aus Sicht von Voice-Lösungen
Zeitsynchronisation über NTP
Verfügbarkeit von IP-Infrastrukturen
Wegeredundanzen: dynamisches Routing „schaltet selbständig um“
DNS/DHCP: Ausfallsicherheit durch Redundanzen
DNS/ DHCP: Restrisikominimierung durch geschickte Serverpositionierung
Rufnummern in der IP Welt / ENUM
Was sind SIP URI’s?
Mapping von e.164 mittels DNS
Sprachkommunikation als „Netzwerk-Applikation“
Typische Phasen bei einem Telefongespräch
Beispielablauf einer VoIP-„Sitzung“ das SDP-Protokoll
SIP: Begriffe, typische Gesprächsphasen und SIP
SIP-Nachrichten: Format, wichtige Nachrichtentypen und Statusangaben
Performance- und Qualitätsanforderungen von VoIP-Lösungen an die IP-Infrastruktur
Übertragungsdauer / delay: Anforderungen
andere typische Qualitätsparameter und Werte
Zielkonflikt / Tuning-Aufgabe: Optimierung von delay vs.
Optimierung im QoS-Bereich
Transportssicherung bei Sprachkommunikation über IP
Adressierung: Ports
Aufgaben: Sicherung von Verlässlichkeit, Engpassbehandlung / -vermeidung
TCP: Einführung, Kurzüberblick, Bewertung der Eignung für Sprachkommunikation
UDP: Funktionsumfang, was kommt der Telefonie entgegen, was fehlt
TCP/IP und Netzwerk-Performance
Hat VoIP ein Bandbreitenproblem?
Echtzeitanforderungen durch Telefonie
RTP, RTCP als Protokolle hierzu
QoS: Möglichkeiten und Grenzen von IP, Bedarf bei VoIP
TCP/IP und Sicherheit aus Sicht der Telefonie
IP, IP-basierte Protokolle und Dienste und ihre „Sicherheitseigenschaften“
Angriffsformen mit möglicher Relevanz für IP-Telefonie
typische produktspezifische Schwachstellen
Telefonieren durch Sicherheitsbarrieren
Mobilität
Aufgabenstellung: Erweiterung von VoIP-„Anlagen“ um
mobile Telefonieendgeräte
WLANs als Basis
mobile IP
DECT over IP